Felix Philipp Ingold hat sich ja schon zur aktuellen Lage der Literaturkritik geäußert, hier auf Buchbestattung vorgestellt, nun lese ich in der NZZ einen deftigen Kommentar zu den auf den Buchdeckeln geronnenen Teasern:
Hier nur ein kleiner Auszug:
Was Moser über Jenny Erpenbecks Erzählungen an lobend Gemeintem las, kam ihm schon fast wie ein Verriss vor: «Von diesen Storys würde man die dünnste nicht gegen einen dickleibigen Gegenwartsroman von gewöhnlicher Qualität eintauschen» – er hätte auch sonst nichts gegen einen dickleibigen Gegenwartsroman von gewöhnlicher Qualität eintauschen wollen. Und er mochte beim Lesen weder Achterbahn fahren noch – wie langweilig – an einer Tombola teilnehmen, bei der jedes Los einen wunderbaren Preis gewinnt.
Und richtig schreiben können diese Rezensions-Zerstückler auch nicht, Stories sind nun mal Stories und nicht Storys.
Aber das gehört in die Rubrik "simplengisch.
Ich habe Lobesworte. Für den Kolumnisten.

