Ein Germanist hat einen fundierten Artikel über die Qualität der Literaturbesprechungen und die literarische Schwarmintelligenz im Web 2.0 auf Telepolis geschrieben:

Oliver Bendel: User Generated Nonsense,  Literaturbesprechungen von Laien im Web 2.0

Da gibt es manches Bedenkenswerte zu lesen und man kann seine Ansicht durchaus diskutieren.
Ih stimme ihm zu, daß die Veröffentlichungsmöglichkeiten und die Referenz-Strukturen im Netz wenig qualitative Gewichtung ermöglichen und ein vielzitierter und geblogrollter Blog-Beitrag eventuell mehr Relevanz gewinnt als ein literaturwissenschaftlicher Beitrag und ich stimme ihm auch zu, daß durch die Veröffentlichungsmöglichkeiten ohne Qualitätskontrolle nicht unbedingt das Niveau steigt, sondern leidet.

Es ist bei der Literaturkritik die gleiche Konfrontation zu erkennen wie bei dem von den Wichtigtuer-Bloggern selbstkonstruierten Debattenfeld Journalismus <=> Blogger : die Selbstüberschätzung gewinnt halt leicht die Oberhand. Und dies besonders dann, wenn mit selbstgesuchtem Anonym namenlos argumentiert wird.

Das erkennt man auch an den triumphierenden, hässlichen Kommentaren im leider Telepolis-üblichen überheblichen User-Ton.

Aber wie es so ist im Leben: Getroffener Hund bellt und Hochmut kommt vor den Fall. 

Veit Heinichen

 Ein Krimi-Autor, der scheints (fast) keinen Titel ohne das Wort Tod zu finden vermag,

eine konzertierte Aktion, die seine Geschichte zur Fastnachtszeit in die Zeitungen /  Feuilletons bringt, 

ein angeblich äußerst präzise geplanter Plot,

mir drängt sich da der Gedanke an Selbstmarketing /  Virales Marketing / virtuelles Autodafé des Herrn Veit Heinichen aus Triest geradezu auf.
 

Ich vermute, daß ich recht behalte.  Wir werden sicherlich auf dem Laufenden gehalten.

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