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Schlechtes Handwerk Kommentare deaktiviert
Nov 212010

Wolfgang Herrndorf: Tschick

 

da sprang mir wieder ein Titel ins Auge, diesmal Tschick von Wolfgang Herrndorf aus dem Rowohlt Berlin Verlag.

Schon wieder diese Malevich-Inspirationen….

 

passt doch in die Reihe mit der Umschlagliste hier, oder meinen Sie nicht?

Man sollte meinen, die Illustratoren könnten doch ein wenig einfallsreicher sein.

Dez 312008

Jewgenij Grischkowez: Das Hemd Immer wenn schlechtgebildete Designer einen russischen Titel gestalten müssen, in dem ein “R” vorkommt, meinen sie ein russisches “Ja” einsetzen zu müssen.JA

Bei dem Buch Das Hemd von Jewgenij Grischkowez setzte der Titelgestalter aber noch eins (zwei) drauf: aus dem Word Roman wurde Jaomai… und im Namen Jewgenij  wird gerademal eben aus dem N ein russisches I Roman

Dieser Designer glaubte also 3 kyrillische Buchstaben zu kennen, so wie er auch mehrere Kleidungsstücke kennt: Das Buch heißt “Das Hemd“, den Umschlag ziert eine Jacke.  Auf der Verlagsseite ebenso wie bei namhaften Buchvertrieben ziert den Umschlag wiederum ein Hemd, Das Hemd eine Detailansicht allerdings blendet wieder die Jacke ein….

Fragen über Fragen…

Jewgenij Grischkowez, Das Hemd
Roman, Aus dem Russischen von Beate Rausch
Amman Verlag – MERIDIANE 122
272 Seiten

eigentlich wollte ich nur über eine editorische Großtat des Marixverlages berichten, und dann kam es noch dicker ;=(

Aber der Reihe nach:
Als bekennende Schopenhauerin war ich auf der Suche nach Wilhelm Buschs Bildergeschichten “Die fromme Helene” und die “Jobsiade” sowie “Hans Huckebein”. Da kam mir Wilhelm Busch Es ist mal so, daß ich so bin Gedichte und Bildergeschichten aus dem Marixverlag gerade recht.
Und dann war der Ärger groß: Das Buch besitzt kein Inhaltsverzeichnis und keine Zeittafel. Das ist ja schon mal arg.
Dann aber muß ich feststellen, daß etliche Bildergeschichten ohne Bilder wiedergegeben werden. Das ist noch ärger.
Ein editorische Schandtat, die eigentlich nicht zu toppen ist. Dachte ich jedenfalls.

Dann aber: Auf der Webseite dieses unrühmlichen Verlages (noch dazu aus meiner Heimatstadt Wiesbaden!!!) werden Klassiker angepriesen, auch aus der asiatischen Geisteswelt. Und dabei kommt es hier zu solchen Verirrungen:

Klassiker : Richard Konfuzius u. Wilhelm : Gespräche - Lunyü, auf marixverlag

Da wird aus dem hier als Konfuzius bekannten Philosophen ein “Kungfutse” und der Autor des Buches mutiert zu Richard Konfuzius u. Wilhelm

Gehts noch ärger? Wer jetzt aber wissen möchte, wie der Philosoph wirklich hieß, heißt oder geschrieben wird, kann schon mal bei wikipedia nachschauen, die Reihe marixwissen aus dem marixverlag möchte ich erstmal nicht empfehlen.

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