von Anfang an richtig funktionieren, gibts jetzt das Stoffbilderbuch für alle kleinen Leute ab 6 Monaten:

Zitat aus der Ankündigung bei Jokers:
Großer Shopping-Spaß!
Lust auf einen Einkaufsbummel? Mit diesem netten Einkaufswagen (der natürlich ein pfiffiges Stoff-Spielbuch* ist!) könnt ihr gleich losshoppen. Besonders toll: Ein paar Sachen sind bereits mit »an Bord«: – eine Chips-Tüte, die knistert – eine Milchpackung, die quietscht – eine Fischdose mit glitzerndem Spiegel … (* Frei von schädlichen Materialien, geprüft nach EN 71)
Frei von schädlichen Materialien? Ist eine solche Gehirnwäsche nicht schädlich?
Ich habs nicht glauben mögen als ich dies im Katalog sah. Welches krankes Hirn kommt denn auf sowas?

Ein Krimi-Autor, der scheints (fast) keinen Titel ohne das Wort Tod zu finden vermag,
eine konzertierte Aktion, die seine Geschichte zur Fastnachtszeit in die Zeitungen / Feuilletons bringt,
ein angeblich äußerst präzise geplanter Plot,
mir drängt sich da der Gedanke an Selbstmarketing / Virales Marketing / virtuelles Autodafé des Herrn Veit Heinichen aus Triest geradezu auf.
Ich vermute, daß ich recht behalte. Wir werden sicherlich auf dem Laufenden gehalten.
Was die Süddeutsche auf ihrer Jugendseite jetzt.de als Kurioses über Sex, irreführende Werbung und ein Buch ankündigt, sehe ich eher als erschreckendes Zeugnis. Zeugnis einer Geisteshaltung, die keinerlei Grenzen mehr kennt.
Aber nicht, weil sie die Grenzen überschreiten will um der Provokation willen, sondern weil sie keinerlei Niveau oder Haltung mehr hat.
Auch keinen Stolz mehr. Oder Scham. Nur noch primitivste Geilerei.
Es handelt sich um die Werbekampagne für einen Ratgeber für strategische Entscheidungen: 50 Erfolgsmodelle, veröffentlicht in der FAZ.
Das RTL-Niveau hat jetzt auch die FAZ erreicht. Denn dieses Buch wurde in der FAZ auf die dümmste und abstoßendste Weise beworben, die mir bisher untergekommen ist.
Das Buch wird als Ratgeber für den modernen Manager angepriesen.
Ein Manager, der jedoch auf diese Werbung hereinfällt, ist in meinen Augen kein Manager, sondern ein armes kleines endlos-pubertäres Würstchen.
Aber die finden sich eben auch in den “Creativ-Agenturen” wie in der “Management-Etage” einer angeblich hoch-angesehen Tageszeitung. Und die Jubler in anderen Billig-Zeitungen ebenso.
Und herausreden kann sich die FAZ auch nicht mehr, kaufte sie doch 2000 Exemplare, um sie an ihre Kunden zu verschenken.
Ich jedenfalls überlege mir, ob ich noch Bücher dieses Verlages (Kein und Aber) kaufen möchte. Es tut mir weh, daß Peter Urbans Übersetzung von Venedikt Erofeevs großartigem Werk Moskau Petuschki dort erscheinen ist.