ich habe ein Kochbuch bekommen, welches Spezialitäten aus meinem neuen Terrain (Mecklenburg-Vorpommern) vorstellt. Ein Ort, ein Restaurant oder Hotel wird kurz vorgestellt und dann folgt auch gleich ein Rezept.
Neues vom Topfgucker.
Das Buch stammt aus dem Jahre 2003 und ist inzwischen bei den Resteverwerten zu bekommen.
Ich habe mich gefreut. Und habe begonnen, das Buch durchzublättern. Und dann überwog der Ärger.
So lieblos gemacht und "hingehuddelt"; daß es eigentlich nur mit gutem Willen zu gebrauchen ist.
Ich erwartete zu Beginn eine Übersichtskarte, auf der alle teilnehmenden Gaststätten verzeichnet wären und die auch die Seitenzahl, auf der dann das Restaurant zu finden ist, nennt. Also wenn ich nach einem Restaurant in Wismar suchte, fände ich alle vorgestellten Restaurants in und um Wismar auf dieser Karte samt dazugehörender Seitenzahl. Und diese Karte, da sie einen Überblick verschaffen soll, erwarte ich zu Beginn des Buches.
Dem ist aber nicht so.
Die Karte ist im Anhang des Buches, irgendwo zwischen verschieden Registern, zu finden.
Und die Karte zeigt die Orte. Aber nicht die Restaurants und keine Seitenzahlen. Ich weiß also nicht, welche Restaurants an welchen Orten zu finden sind und wo sie im Buch aufzuschlagen sind.
Also muss ich das Verzeichnis der Hotels und Restaurants, das sich an diese Karte anschließt, durchsuchen nach Restaurants. Nun ist aber nicht zu erkennen, nach welcher Ordnung die Einträge sortiert sind, nicht nach Postleitzahlen, nicht nach Ortsnamen, nicht nach Namen der Lokalitäten. Nach einigem Nachdenken kommt man drauf, dass sie nach der Anordnung im Buch aufgelistet sind, wer auf den ersten Seiten vorgestellt wird, kommt auch in der Liste zuerst.
Aber wonach sind die Seiten sortiert? Das ist nicht herauszufinden.
Nächste Suche: Nach vorgestellten Speisen. Dazu schlägt sich im Buch wieder hinten die Seite mit der Landkarte auf, denn da hat man ja schon rumgeblättert, aber da ist kein Speisenverzeichnis zu finden. Denn dieses befindet sich vor der Seite mit der Karte.
Als erstes sieht man eine alphabetische Auflistung. Ist ja nett. Aber wo hätten Sie ein Enten-Gericht gesucht? Unter E, vermute ich mal. Habe ich auch. Unter E gibts tatsächlich ein Enten-Gericht. Aber es gibt noch ein Enten-Gericht: unter M. Denn dort steht "Mit Dörrobst gefüllter Entenbraten". Ich fass es nicht. Aal ist übrigens unter T zu finden (Tollenseaal) und Schweinemedaillons unter Ü (Überbackene Schweinemedaillons).
Dann gibt es aber noch ein Register nach Speisen geordnet. Und unter Fleisch findet sich als Erstes "Arturs Leibgericht." und auch "Brandstifter. " Das ist ja immerhin schon eine Information.
Die Rezepte selbst sind typographisch nicht zu erkennen. Gleiche Textauszeichnung wie der redaktionelle Teil, die Vorstellung des Ortes oder des Etablissements. Irgendwann fängt halt das Rezept an. Und dann kommt irgendwo auf der Seite auch schon das nächste Etablissement an die Reihe, nicht einmal eigene Seiten hat man gegönnt.
Das Buch besitzt kein Inhaltsverzeichnis zu Beginn. Nein, alle diese Informationen sind am Ende des Buches angesiedelt.
Als es herauskam, 2003, da soll es schon das Internet gegeben haben. Aber außer der URL des herausgebenden Verlags findet sich keine Webadresse der vorgestellten Etablissements. Immerhin sind Telefonnummern genannt. Da kann man nicht meckern.
Alles in Allem ein vollkommen untaugliches Buch. Das ist schade und sehr ärgerlich. Es hätte nämlich nicht mehr gekostet, hätte man das ordentlich aufgezogen.
Neues vom Topfgucker des Nordmagazins im NDR Fernsehen
Verlag: Hinstorff; Auflage: 1 (19. Februar 2003)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3356010077v ISBN-13: 978-3356010077
in ein Land, in dem es äußerst schwierig ist, Bücher der “eigenen” Schriftsteller in den Buchläden zu finden:
nie ist es mir bisher in der Ukraine gelungen, ein Werk von Bruno Schulz oder Isaak Babel im Buchladen zu finden, gerade noch Tschechow, aber der gilt als Russe..
Nun werde ich diesmal in Kiev ein wenig in Buchläden stöbern, ob sich etwas geändert hat, ob die Verlagslandschaft sich belebt… mal sehen
wenn ein Verlag selbst dafür sorgt, daß seine Titel nicht gekauft werden (können)…
zum Beispiel durch Informationsverhinderung oder so schlechte Präsentation, dass der willigste Leser nicht zur gewünschten Information kommt..
wen ich meine, worauf ich hinaus will?
Schauen Sie sich die Webseite des erata-Verlags an, (vielleicht ist das auch ein Fehler, sollte errata heißen?)
Ich finde diese Seite sehr sehr schlecht, diese unglückseligen Iframes, die den gewünschten Inhalt in kleinste Felder zwängen und keinen vollständigen Satz ohne Scrollen anzeigen können… warum?
Schade, da es ein Verlag ist, der einen von mir sehr geschätzten Autor verlegt: Wjatscheslaw Kuprianov ….
aber suchen Sie mal Informationen über ihn auf dieser Seite ;=(
ich konnte es mir nicht verkneifen und habe dem Verlag eine Mail gesandt, mal sehen… Weiterlesen »

