Nomen est Omen

 gehypter Scheiß  Kommentare deaktiviert
Aug 202011
 

jetzt wird wieder auf allen Kanälen dieses dummplappernde Piepsmäusschen mit den ach so schockierenden Schilderungen durch alle Schwätzsendungen gejagt und in allen Feuilletons mühen sie sich ab, als könnte man als erwachsener Mensch spätpubertäre Entäußerungen nicht einfach ignorieren.

Deshalb nur so viel: 

Nomen est Omen

(ein Kommentar im Hamburger Abendblatt)

und mehr gibts dazu nicht.

 

Bücher wegzuwerfen, aber es widerstrebt mir noch mehr, unaufgefordert Bücher zugesandt zu bekommen, die einfach  nur Scheißdreck sind. Und die ich dann ins Altpapier entsorgen muss.

Als das erste Schreiben bei mir eintrudelte, in dem vor einem Buch gewarnt wurde, weil jeder der es liest, stürbe, da hab ich den Brief zerrissen und beschlossen, ihn hier nicht buchzubestatten.

Und jetzt trudelt doch tatsächlich das Buch bei mir ein. Ein dicker Umschlag mit einem Schädel über einer Tastatur als Logo, alles so schön grungy, ohne Anschreiben usw., aber ein Klebezettel auf dem Cover, der mir wieder den Tod weissagt, mich jedoch auffordert, etwas zu riskieren.

Wie billig dieses Machwerk ist, sieht man schon an der interessanten Preisgestaltung: Ganze 16,99 EUR soll es kosten, richtet sich also an Leser, denen 17,00 EUR zu viel sind, 16,99 EUR gerade noch akzeptabel. Also die gleiche Verschaukelei wie im Supermarkt oder an der Tankstelle.

Aber nichtmal dort gehört das Buch hin.

Ich riskiere es. Ich sage laut und deutlich, daß ich solchen Scheiß nicht will und daß ich für jedes weitere unaufgeforderte Drecksbuch Abfall- und Entsorgungsgebühren einklagen werde.

Merken dies denn nicht?

 gehypter Scheiß  Kommentare deaktiviert
Sep 082010
 

Ich wundere  mich schon, wenn ich explizit angeschrieben werde, um an irgendeinem Literaturnetzwerk oder Werbe-Netz teilzunehmen und die Schreiber sogar noch einmal nachhaken, wenn ich auf ihr Ansinnen nicht eingehe.

Über das BuchNetzwerk können Sie auf Ihrer Webseite www.buchbestattung.de gezielt Anzeigen einbinden von Unternehmen, die Leser und Buchliebhaber erreichen möchten – und dafür bereit sind mehr zu zahlen als in einem unspezifischen Werbenetzwerk.

Am absurdesten erscheint mir die Mail, aus der ich nun zitiere (Name unkenntlich gemacht):

mein Name ist [VN] [NN], ich Programmiere und Betreue das Schreiber Netzwerk
( http://www.schreiber-netzwerk.eu/de/ ). Gern würde Ich mit Ihnen eine Linkpartnerschaft eingehen wenn Ihrerseits Interesse besteht.

Dieser Herr beherrscht nicht einmal die geringsten Regeln der Rechtschreibung, meint aber irgendetwas mit Schreibern / Literaten zu tun zu haben, und dann schaue ich mir die Seite an und finde solche Ergüsse wie diese hier:

Ich glaubs nicht, da werden Liebesergüsse an Skateboards und Katzen veröffentlicht, tiefste Bekümmernis in klemmenden Reimen…

Nein, danke, wirklich kein Interesse an solchen Links…

was hab ich damit zu tun? Lesen diese Herrschaften meine Seite nicht? Gieren Sie nach Buchbestattung?

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