Übersetzer sind ja bekanntlich die Personen, die sich zwischen das in einer Fremdsprache verfaßte Buch und den Leser drängen, so wie sich ein Hörbuch zwischen ein Buch und den Rezipienten klemmt, sollte dieser irrtümlich glauben, er höre besser als er läse…

Im Gegensatz zu Hörbüchern, die man meistens nicht braucht, braucht man Übersetzer. Denn wer kann schon Ungarisch oder Ukrainisch oder Urdu (ich bleibe mal bei U); ich werde meinen Lebenswunsch, Tschechov im Original lesen zu können, vielleicht auch nie realisieren …

Übersetzer braucht es also. Punktum.

Deshalb ist es wichtig, daß diese Bewohner der Zwischenschicht auch mal zur Rechenschaft gezogen werden, wenn sie denn Mist bauen, genauso wie sie Lob verdient haben (ich nenne hier ganz explizit Renate Schmidgall, Verena Reichel, Rosemarie Tietze und Felix Philipp Ingold, auch Peter Urban).

Und deshalb erscheint es mir wichtig, hier einmal auf eine neue Reihe im "Titel Kulturmagazin" hinzuweisen: Übersetzungskritik.

Eine neue Rubrik im Dienste der Aufklärung. Bin gespannt.

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