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	<title>Kommentare zu: Nichts mit Prinzessinnen&#8230;</title>
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	<description>Kritiken, Philippika ...</description>
	<lastBuildDate>Mon, 19 Sep 2011 10:36:00 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://buchbestattung.de/2008/09/19/nichts-mit-prinzessinnen/comment-page-1/#comment-84</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 13:12:16 +0000</pubDate>
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		<description>Als eine, die noch bei einer der militanten Emanzipationsbewegungen dabei war (70er/80er), frage ich mich ratlos: Warum sind es heute vorwiegend Frauen, die diese reaktionären Rollenbilder festschreiben und vermitteln? Und warum werden bei Büchern wie im Fernsehen die Frauen vorgeschoben als ein Publikum, das angeblich nichts anderes will und kauft? (Oder anders gefragt: sind Frauen wirklich so schlimm wie ihr Ruf?)
Diese Behauptung sauge ich mir übrigens nicht aus den Fingern, ich bin beruflich ständig mit solchen Aussagen konfrontiert und muss mir von Frauen öfter vorwerfen lassen, ich dächte zu männlich...

Allerdings sehe ich eine immer größere Diskrepanz zwischen dem, was Verleger, Lektoren und Produzenten von ihrem Publikum halten - und dem, was sich die Frauen als Konsumentinnen tatsächlich wünschen. Oder ist das zu idealistisch gedacht?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Als eine, die noch bei einer der militanten Emanzipationsbewegungen dabei war (70er/80er), frage ich mich ratlos: Warum sind es heute vorwiegend Frauen, die diese reaktionären Rollenbilder festschreiben und vermitteln? Und warum werden bei Büchern wie im Fernsehen die Frauen vorgeschoben als ein Publikum, das angeblich nichts anderes will und kauft? (Oder anders gefragt: sind Frauen wirklich so schlimm wie ihr Ruf?)<br />
Diese Behauptung sauge ich mir übrigens nicht aus den Fingern, ich bin beruflich ständig mit solchen Aussagen konfrontiert und muss mir von Frauen öfter vorwerfen lassen, ich dächte zu männlich&#8230;</p>
<p>Allerdings sehe ich eine immer größere Diskrepanz zwischen dem, was Verleger, Lektoren und Produzenten von ihrem Publikum halten &#8211; und dem, was sich die Frauen als Konsumentinnen tatsächlich wünschen. Oder ist das zu idealistisch gedacht?</p>
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		<title>Von: Connie</title>
		<link>http://buchbestattung.de/2008/09/19/nichts-mit-prinzessinnen/comment-page-1/#comment-83</link>
		<dc:creator>Connie</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 18:48:31 +0000</pubDate>
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		<description>Da geht es der Literatur wie den Fernsehspielen im Fernsehen: 
waren früher die Handlungen realistisch, die Personen alltäglich und die Inhalte trotzdem interessant, geht es jetzt nur noch quer durch den Adel/Finanzwelt/Agenturwelt/Hotelwelt etc..., es werden keine Geschichten mehr erzählt, die irgendetwas mit dem Alltag zu tun haben.

Es geht darum, wie eine (halb-)starke, überforderte Frau dann doch von einem wirtschaftlich höherstehenden, aber vom Schicksal entfrauten Mann aus ihrem Schlamassel gerettet wird und ihr Unternehmen / Konditorei / Agentur was auch immer dann als Hobby weiterbetreiben kann.. (ist auch fast immer die gleiche Schauspielerin...)

Diese Stories zur Hauptsendezeit + die Leseerziehung + der Pinke Modeterror =&gt; &quot;bloß  nichts mit Prinzessinnen&quot; als Abwehr-Spruch macht da Sinn... 

Eine Erziehung zur Freiheit, zum Verstehen der Umwelt und des eigenen Lebens ist das nicht, es ist nur ein Festklatschen auf irreale Inhalte und falsche Leitbilder.

Traurig.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Da geht es der Literatur wie den Fernsehspielen im Fernsehen:<br />
waren früher die Handlungen realistisch, die Personen alltäglich und die Inhalte trotzdem interessant, geht es jetzt nur noch quer durch den Adel/Finanzwelt/Agenturwelt/Hotelwelt etc&#8230;, es werden keine Geschichten mehr erzählt, die irgendetwas mit dem Alltag zu tun haben.</p>
<p>Es geht darum, wie eine (halb-)starke, überforderte Frau dann doch von einem wirtschaftlich höherstehenden, aber vom Schicksal entfrauten Mann aus ihrem Schlamassel gerettet wird und ihr Unternehmen / Konditorei / Agentur was auch immer dann als Hobby weiterbetreiben kann.. (ist auch fast immer die gleiche Schauspielerin&#8230;)</p>
<p>Diese Stories zur Hauptsendezeit + die Leseerziehung + der Pinke Modeterror =&gt; &#8220;bloß  nichts mit Prinzessinnen&#8221; als Abwehr-Spruch macht da Sinn&#8230; </p>
<p>Eine Erziehung zur Freiheit, zum Verstehen der Umwelt und des eigenen Lebens ist das nicht, es ist nur ein Festklatschen auf irreale Inhalte und falsche Leitbilder.</p>
<p>Traurig.</p>
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		<title>Von: Sternenwanderer</title>
		<link>http://buchbestattung.de/2008/09/19/nichts-mit-prinzessinnen/comment-page-1/#comment-82</link>
		<dc:creator>Sternenwanderer</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Sep 2008 00:23:11 +0000</pubDate>
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		<description>&lt;i&gt;Es ist ein offenes Geheimnis, dass in vielen Genres nur noch das Klischee der “starken” Frau, die nachher doch den starken Märchenprinz bekommt (und multitaskingfähig alles perfekt erledigt, vom Krieg bis zum Abendessen), Chancen hat.&lt;/i&gt;

Diesen Satz kann ich nur beipflichten, von Kinder- und Jugendliteratur einmal abgesehen, finde ich es geradezu erschreckend, welches Rollenbild einem Leser, einer Leserin begegnet, wenn man sich in der Reihe der so.g. populären Literatur, auch Bestsellerliteratur befindet. Die Frage ist doch, welches Bild nimmt man als Leser auf? Welches Gesellschaftsbild, welches Handlungsbild bekomme ich und wie agieren die Figuren in den von ihnen belebten Räumen? 

Meine Auffassung ist, dass eine starke Objektisierung statt gefunden hat. Irgend etwas oder irgend jemand muss erreicht werden, mit allen Mitteln, bis zur völligen Selbstaufgabe, bis zur völligen Charakter- und Lebensweg-Anpassung. Weoterhin wird DAS Bild einer ewig bestehenden Liebesbeziehung propagiert, von glücklichen Familien, von Schwangerschaften, an denen der Vater IMMER und JEDERZEIT Freude empfindet; Beziehungen laufen nach einem schema ab, die dem Mann nur dann eine positive Rolle zugestehen, wenn er zunächst cool, gelassen, beinahe hart agiert, aber nebenher der Softie schlechthin sein darf oder muss, um einen  Discman mit Walgesängen am dicken Bauch der Freundin zu platzieren... was sage ich Freundin, natürlich Frau! Bevor man Sex hat, muss man natürlich verheiratet sein!  - wobei Jugendliche nach wie vor mit 17 andere Interessen haben oder haben sollten. 
Woher ich dieses Handlungsgeschehen habe? Man gehe auf Amazon und suche einmal nach einem Bestseller - &quot;Bis(s) zum Morgengrauen&quot; und man hat die Geschichte, die ich gerade lapidar in einem Satz zusammengefasst habe innerhalb von vier Romanen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p><i>Es ist ein offenes Geheimnis, dass in vielen Genres nur noch das Klischee der “starken” Frau, die nachher doch den starken Märchenprinz bekommt (und multitaskingfähig alles perfekt erledigt, vom Krieg bis zum Abendessen), Chancen hat.</i></p>
<p>Diesen Satz kann ich nur beipflichten, von Kinder- und Jugendliteratur einmal abgesehen, finde ich es geradezu erschreckend, welches Rollenbild einem Leser, einer Leserin begegnet, wenn man sich in der Reihe der so.g. populären Literatur, auch Bestsellerliteratur befindet. Die Frage ist doch, welches Bild nimmt man als Leser auf? Welches Gesellschaftsbild, welches Handlungsbild bekomme ich und wie agieren die Figuren in den von ihnen belebten Räumen? </p>
<p>Meine Auffassung ist, dass eine starke Objektisierung statt gefunden hat. Irgend etwas oder irgend jemand muss erreicht werden, mit allen Mitteln, bis zur völligen Selbstaufgabe, bis zur völligen Charakter- und Lebensweg-Anpassung. Weoterhin wird DAS Bild einer ewig bestehenden Liebesbeziehung propagiert, von glücklichen Familien, von Schwangerschaften, an denen der Vater IMMER und JEDERZEIT Freude empfindet; Beziehungen laufen nach einem schema ab, die dem Mann nur dann eine positive Rolle zugestehen, wenn er zunächst cool, gelassen, beinahe hart agiert, aber nebenher der Softie schlechthin sein darf oder muss, um einen  Discman mit Walgesängen am dicken Bauch der Freundin zu platzieren&#8230; was sage ich Freundin, natürlich Frau! Bevor man Sex hat, muss man natürlich verheiratet sein!  &#8211; wobei Jugendliche nach wie vor mit 17 andere Interessen haben oder haben sollten.<br />
Woher ich dieses Handlungsgeschehen habe? Man gehe auf Amazon und suche einmal nach einem Bestseller &#8211; &#8220;Bis(s) zum Morgengrauen&#8221; und man hat die Geschichte, die ich gerade lapidar in einem Satz zusammengefasst habe innerhalb von vier Romanen.</p>
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	<item>
		<title>Von: PvC</title>
		<link>http://buchbestattung.de/2008/09/19/nichts-mit-prinzessinnen/comment-page-1/#comment-81</link>
		<dc:creator>PvC</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Sep 2008 09:23:05 +0000</pubDate>
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		<description>Die Krux beginnt leider schon früher - sag ich als Frau. Die überwiegende Mehrzahl der LektorInnen sind inzwischen Frauen. Und die entscheiden hauptsächlich, welches Manuskript zum Buch wird und welches nicht. Männer sind Minderheit und fast nur noch in literarischen und Sachbuch-Verlagen zu finden.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass in vielen Genres nur noch das Klischee der &quot;starken&quot; Frau, die nachher doch den starken Märchenprinz bekommt (und multitaskingfähig alles perfekt erledigt, vom Krieg bis zum Abendessen), Chancen hat. Weil angeblich 95% aller Leser weiblich sind und weil Frauen das angeblich so wollen. Nach der Marktforschungsgrundlage suche ich immer noch vergebens...

In einem Verlag müssen sich für die Jungsbücher männliche Autoren ein Co-Weib suchen, um angenommen zu werden - wo leben wir? 

Darüber raufen sich übrigens Autorinnen wie Leserinnen die Haare (und Männer sowieso) - aber wie kann man&#039;s ändern, dass der Mensch nicht schwarz, nicht weiß gesehen wird, sondern bunt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Die Krux beginnt leider schon früher &#8211; sag ich als Frau. Die überwiegende Mehrzahl der LektorInnen sind inzwischen Frauen. Und die entscheiden hauptsächlich, welches Manuskript zum Buch wird und welches nicht. Männer sind Minderheit und fast nur noch in literarischen und Sachbuch-Verlagen zu finden.</p>
<p>Es ist ein offenes Geheimnis, dass in vielen Genres nur noch das Klischee der &#8220;starken&#8221; Frau, die nachher doch den starken Märchenprinz bekommt (und multitaskingfähig alles perfekt erledigt, vom Krieg bis zum Abendessen), Chancen hat. Weil angeblich 95% aller Leser weiblich sind und weil Frauen das angeblich so wollen. Nach der Marktforschungsgrundlage suche ich immer noch vergebens&#8230;</p>
<p>In einem Verlag müssen sich für die Jungsbücher männliche Autoren ein Co-Weib suchen, um angenommen zu werden &#8211; wo leben wir? </p>
<p>Darüber raufen sich übrigens Autorinnen wie Leserinnen die Haare (und Männer sowieso) &#8211; aber wie kann man&#8217;s ändern, dass der Mensch nicht schwarz, nicht weiß gesehen wird, sondern bunt?</p>
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	<item>
		<title>Von: Sternenwanderer</title>
		<link>http://buchbestattung.de/2008/09/19/nichts-mit-prinzessinnen/comment-page-1/#comment-80</link>
		<dc:creator>Sternenwanderer</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Sep 2008 22:26:38 +0000</pubDate>
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		<description>Wobei ich nochmal einmal sagen möchte - Nicht alle Jungs lesen nicht, und nicht alle Mädchen lesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wobei ich nochmal einmal sagen möchte &#8211; Nicht alle Jungs lesen nicht, und nicht alle Mädchen lesen.</p>
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